Unsere Tauchgewässer – Warum Tauchen in unseren Gewässern?

Oftmals werden wir gefragt, was das Tauchen in hiesigen Gewässern für einen Reiz hat. Schließlich ist es hierzulande kalt, meistens ist die Sicht unter Wasser nicht allzu gut  und zu sehen gibt es nicht viel. OK, gut, im Vergleich zu den Tropen mag das auch stimmen, aber dennoch hat das Tauchen in unseren heimischen Seen etwas zu bieten. Die meisten unserer Mitglieder wollen einerseits ihrer Leidenschaft regelmäßig nachgehen sowie andererseits auch konsequent Fertigkeiten aufbauen und nicht nur 1-2 Wochen im Urlaub in der Südsee ins Wasser springen. Im Folgenden haben wir eine kleine Liste von Tauchgewässern aufgestellt, an dem der ETK regelmäßig anzutreffen ist.

Rursee – Schmidt

Im attraktiven Naherholungsgebiet in der Nordeifel liegt gut ein halbe Stunde von Eupen entfernt der Rursee. Der See ist zweigeteilt. Zum einen gibt es einen Trinkwasserteil und zum anderen einen Teil, der für den Wassersport genutzt werden darf. Hier findet man Segelboote, Surfer und die weiße Rurseeflotte und in Schmidt, nahe des Goldstrandes in Eschauel auch unser Tauchrevier.

Der Rursee ist mit seinen 40 Meter und mehr Tiefe der mit Abstand tiefste und dunkelste See unserer Region und sollte mit Bedacht betaucht werden. Und auch wenn keine künstlichen Ziele versenkt wurden, ist die Mystik des See schlecht in Worten zu beschreiben. Der Rursee bietet meistens eine gute Sicht von mindestens 5 Metern und hat sehr schöne Felsformationen, die man aber erst finden muss!

Hier können wir helfen. Im ETK gibt es eine kleine Gruppe von Rursee “Fans”, die dort regelmäßig anzutreffen sind. Die Unkosten betragen 5€, Brevets und Tauchtauglichkeit müssen in Ordnung sein. Der/Die Diensthabende ist alleiniger Entscheidungsträger/in. Also seid nett zu ihm/ihr.

Boschmolenplas – Panheel

Dieser Tauchplatz in der Nähe von Roermond (von Eupen aus ca. 1 Stunde Fahrt) hat vieles zu bieten. Neben mehrere großflächigen Ausbildungsplattformen sind im See viele Objekte liebevoll versenkt worden und können angetaucht werde. Unter anderem kann ein Flugzeug, ein Hubschrauber, die Santa Maria von Kolumbus, ein Minion und diverse und zum Teil große Wracks entdeckt werden.

Im Sommer sind auch reichlich Fische wie Hechte, Barsche, Aale, Krebse und vieles mehr zu sehen. Auch technische Taucher können auf ihre Kosten kommen. Neben einen Parcour aus Pfählen, der zum Legen von Leinen und Cookies einlädt, können einige Röhren angetaucht werden. Auch dürfen Scooter mitgenommen werden.

Ebenfalls sehr gut ist die Logistik am See. Neben einen Klubheim, das diverse Getränken und Snacks anbietet, gibt es auch Umkleiden und Duschen. Mitunter kann es am See und insbesondere im Sommer sehr voll werden. In den Sommermonaten bietet sich daher an entweder unter der Woche oder am Samstag tauchen zu gehen.

Bütgenbach

Fast vor der Haustür liegt die Talsperre von Bütgenbach mit dem Sport- und Freizeitzentrum Worriken. Das traditionelle Klubgewässer des ETK. Getaucht wird von Bütgenbacher Seite, kurz vor der Staumauer. Diese zu Betauchen ist allerdings strengstens verboten. Ratsam wäre ein Blick auf den Kompass vor dem Tauchgang und beim Abtauchen in Richtung Worriken und weg von der Mauer zu schwimmen.

Die Sicht ist zwischen 1-5 Meter leider oft bescheiden. Dennoch bietet sich der See zu Kompassübungen an oder einfach zum Fische suchen. Zackenbarsche sind sehr viele zu sehen, Aale und Hechte je nach Glück. Achtung auf Segelboote, die herumkreuzen. Ein Auftauchen in der Seemitte sollte nur mit einer Boje erfolgen werden. Weitere Vorsicht gilt den Angelschnüren. Ein Tauchermesser sollte immer mit geführt werden.

Für den Zugang zum See muss eine Genehmigung eingeholt werden.  Diese bekommt ihr entweder bei der Tourist-Information oder im Freizeit-Zentrum Worricken. Im Winter wird der See herabgelassen. Zu dieser Jahreszeit macht es keinen Sinn dort ins Wasser zu springen.

Esneux – La Gombe

In Esneux befindet sich der geflutete Steinbruch “La Gombe”, der dem C.L.A.S. gehört und deren Ausbildungszentrum ist. Dort herrschen strenge Regeln, denen man sich unter ordnen muss. Andernfalls kann es passieren, des Platzes verwiesen zu werden. Die Attraktivität des Sees kompensiert die mitunter schwierigen Betreiber jedoch weitestgehend.

Der See bietet einiges. Neben einem Panzer ist ein Kampfjet sowie ein Segelboot versenkt worden, welches frei schwebt. Auch kann durch Röhren getaucht werden, um sich etwas mit der Technik des Höhlentauchens vertraut zumachen. Zwei kleine Grotten sind ebenfalls vorhanden. Die Sicht im See ist meistens gut bis sehr.

Die Maximaltiefe des Sees sind 30 Meter. Auch Fische gibt es reichlich zu sehen. Um den Fischen Rückzugsorte zu geben wurden geschützte Flächen geschaffen, die für Taucher unzugänglich gemacht wurden. Die Unkosten betargen 5-10€. Umkleide, Dusche und Cafeteria sind vorhanden.

Sprimont – Lillé

Bei Sprimont befindet sich der “Centre Plongée Profonde de Lillé”. Hierbei handelt es sich wieder um ein gefluteter Steinbruch. Die Wassertiefe beträgt zwischen 23-28 Meter. Aus Erfahrung können wir sagen desto höher der Wasserstand desto schlechter die Sicht. Diese schwangt zwischen 2-10 Meter.

Ein besonderer Highlight ist der „Albino“ Stöhr der, wenn man schön ruhig austariert ist, nicht scheu ist und sich gerne zur Schau stellt. Zahlreiche Artefakte vergangener Tage, sowie ein Boot sind im See versenkt worden. Es gibt auch zahlreiche Fische sowie ein Hecht der im flachen Bereich, der jedoch in der Regel schwer zu finden ist.

Parkplatz , Umkleide und Duschen sind ebenfalls vorhanden. Unkosten 3 €. Man muss sein Brevet und Tauchtauglichkeit vorweisen. Desweitern lädt das sehr gute und urige Restaurant „Le Narval“ zum Essen ein. Unser Tipp: Der heisse Stein.

Blausteinsee

In Eschweiler finden wir neben dem Kraftwerk der RWE den Blausteinsee. Beim diesem See handelt es sich um kein natürliches Gewässer. Vielmehr ist dieser See aus einem gefluteten Braunkohletagebau entstanden und wird aus Befüllwasser des Tagebau Inden gespeist. Bis vor einigen Jahren wurde das Wasser gefiltert und eine beachtliche Fauna und Flora konnte sich entwickeln. Auch Sichtweiten von 10 Meter und mehr waren keine Seltenheit. Dies war die Zeit wo der ETK dort öfters anzutreffen war.

Leider fliest seit Jahren das Wasser ungefiltert in den See und die Sichtweiten sind drastisch gesunken. Ursache ist die viel zu hohe Eisenkonzentration im Befüllwasser. Die Flora und Fauna hat darunter natürlich  auch stark gelitten und für uns Taucher ist der See nicht mehr wirklich attraktiv. Zu sehen, wenn man es dann findet, ist ein Seegelboot auf 27, verschiedene Rohre ab 35 Meter sowie 2 Übungsplattformen auf 6 und 20 Meter. Die Maximaltiefe ist 40 Meter, flach abfallend. Die Unkosten betragen 9€.